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*Unser BVB - Dafür stehen wir*
Die Fans des BVB formulieren ihr Selbstverständnis
Borussen Sailors organisieren Workshop „Mein BVB – Tradition, Emotion, Engagement“ in Hamburg
Unter dem oben genanten Motto und mit Unterstützung der Bundeszentrale für politische Bildung veranstaltet das „Institut für Fußball und Gesellschaft“ derzeit in Zusammenarbeit mit der BVB Fanabteilung, der Fanbetreuung der BVB KGaA und dem BVB Fanprojekt einen Workshop in dem Fans von Borussia Dortmund ihr Bild als Fußball-Fan selbst definieren.
In diesen Workshops werden Themen rund um den BVB, aber auch grundsätzliche Fragen des professionellen Fußballs behandelt. Ziel ist, in einem intensiven Kommunikationsprozess zu erfragen, was man als Fan von seinem Verein erwartet und was man umgekehrt zu geben bereit ist. Die Ergebnisse der Workshops werden zusammengefasst und veröffentlicht. Im Idealfall entsteht so ein Zeitdokument, das Werte und Einstellungen der Fans von Borussia Dortmund plastisch werden lässt und praktische Orientierung verschafft.
Nachdem die „Borussen Sailors Hamburg“ dem Projekt am Anfang kritisch aber interssiert begegnetet sind, konnte ein Gespräch mit Peter Schuengel vom IFG die Sailors davon überzeugen sich in dem Projekt zu engagieren und einen Workshop für Norddeutschland zu organisieren.
Es wird daher am 18.07. um 12:00 Uhr ein von den Sailors organisierter und vom IFG durchgeführter Workshop im „Gasthaus am Pool“ stattfinden. Natürlich wird es in dem Hamburger Workshop neben dem generellen Selbstverständnis auch um die speziellen Belange der norddeutschen BVB-Fans gehen. Es gehört zum Grundverständnis der Sailors, die BVB Fans im Norden zu erreichen und sich in gesellschaftspolitische Belange einzumischen. Daher finden wir den Workshop sehr sinnvoll.
Zur Erklärung haben wir ein Interview mit Peter Schüngel geführt. Dieses kannst Du hier anschauen. Weiterleitung zum Video
Sowohl dem Institut für Fußball und Gesellschaft als auch den Sailors ist es dabei wichtig, dass ein breites Spektrum von BVB Fans anwesend ist. Es ist egal wie viel Geld Du hast, was Du arbeitest, ob Du organisierter Fan bist oder nicht. Es ist nicht wichtig wie oft Du ins Stadion gehst oder wie alt du bist. Das einzige was zählt ist, dass Dein Herz schwarzgelb schlägt.
Der Workshop wird ganztägig und von 12:00 bis 1700 Uhr gehen sein. Eine Mitgliedschaft beím BVB oder in einem Fanclub ist ebenso wenig erforderlich wie vorherige Anmeldung. Kommen kann jeder BVB Fan, der sich irgendwie „nördlich“ fühlt. Wir würden uns freuen, wenn eine möglichst bunte Mischung aus Fans kommt.
Jeder der möchte kann sich bereits im Vorfeld einbringen. Nehmt einfach mit uns Kontakt auf und teilt uns oder dem IFG die Punkte mit die Euch als BVB Fans im Norden wichtig sind.
In Kurzform
Was?
„Unser BVB – Dafür stehen wir“ in Hamburg für alle norddeutschen Fans
Wann:
18.07.09. 12:00 bis 17:00 Uhr
Wo? :
Gasthaus am Pool
Am Pool 41
21029 Hamburg – Bergedorf
Wer:
Jeder BVB Fan im Norden
Ansprechpartner:
Wenn Du Fragen hast, melde Dich bei Marc unter 0163-2884732 oder unter Marc (at) Quambusch (dot) de Wenn Du über die Aktion weiter auf dem Laufenden gehalten werden willst, dann schicke eine Mail mit dem Betreff „Newsletter“ und ohne Text an Marc (at) Quambusch (dot) de Wir werden Dir dann regelmäßig weitere Infos zukommen lassen.
Weiterführender Link:
Text des Institus für Fußball und Gesellschaft
Bislang wurden Fußballfans vor allem von außen durch Beobachtung und Befragung zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen kategorisiert und definiert. Die Berichterstattung der Medien, vorrangig durch negative Vorfälle innerhalb der Fanszenen geprägt, vermittelt zudem ein einschlägiges Bild in der Öffentlichkeit.
Stimmt dieses Bild? Wie sehen die Fans sich selbst, was sind ihre Ziele und Werte?
Wofür stehen sie ein? Ein engagiertes Projekt verfolgt das Ziel der Entwicklung eines selbst formulierten Leitbildes der BVB Fans.
Im Jahr des 100. Geburtstages von Borussia Dortmund wird mit den Fans des Vereins, im Rahmen eines bislang in Deutschland einzigartigen Projekts, der Versuch gestartet, ihr Bild als Fußballfans selbst zu formulieren. Durchgeführt wird das Projekt vom Institut für Fußball und Gesellschaft (IFG) in Zusammenarbeit mit
der BVB Fanabteilung, der Fanbetreuung der BVB KGaA und dem Dortmunder Fanprojekt. Nicht zuletzt konnte das Projekt realisiert werden durch die Zusammenarbeit
mit der Bundeszentrale für politische Bildung, die das Projekt auch finanziell
unterstützt. Die Ergebnisse dieses Piloten sollen später durchaus auch für andere
Vereine als Beispiel dienen und für die politische Bidlung in diesem Bereich
weiterentwickelt werden.
Mit Veranstaltungen und Workshops wird den Mitgliedern und Fans von Borussia Dortmund die Möglichkeit geboten, ihre Rolle, ihre Position und ihre Beteiligungsmöglichkeiten
als Fans des BVB zu beleuchten und zu bestimmen.
In diesen Workshops werden Themen rund um Fragen des professionellen Fußballs behandelt. Ziel ist, in einem intensiven
Kommunikationsprozess zu erfragen, was man als Fan von seinem Verein erwartet und was man umgekehrt zu geben bereit ist. Die Ergebnisse der Workshops werden in schriftlicher Form zusammengefasst und veröffentlicht. Im Idealfall entsteht so
ein Zeitdokument, das Werte und Einstellungen der Fans von Borussia Dortmund plastisch werden lässt und praktische Orientierung verschafft.
Details zu dem Projekt
Die Veranstaltungen sind nicht auf den Standort Dortmund beschränkt und werden
vor allem auch in jenen Regionen durchgeführt, in denen sich vermehrt Fans des Vereins befinden. Das Projekt soll auch die Möglichkeit schaffen, dass sich Fans besser untereinander kennen lernen. Deshalb sollen die einzelnen Workshops mit Teilnehmern und Teilnehmerinnen unterschiedlicher Regionen und/oder Organisationen besetzt werden. So werden, um es an einem Beispiel zu verdeutlichen, bei einem Workshop im Sauerland auch Fans aus der Stadt Dortmund teilnehmen. Von einer derartigen „Vermischung“ wird eine nachhaltige Förderung der Kommunikation zwischen verschiedenen Fangruppen erwartet.
Die einzelnen Workshops werden entsprechend der Anforderungen und Ressourcen vor Ort ausgerichtet. Das bedeutet: es existiert kein starres konzeptionelles Korsett für die Workshops. So werden Workshops mit einer großen Teilnehmerzahl ebenso stattfinden, wie Workshops mit nur einer kleinen Teilnehmerzahl. Entsprechend werden Zeitpunkt, Dauer und weitere Rahmenbedingungen eines Workshops jeweils individuell festgelegt.
Organisatorisch werden die einzelnen Treffen mit der, den Workshop mit ausrichtenden Organisation (Fanclub) besprochen und festgelegt. Fans anderer Regionen oder Organisationen werden dann zu diesem Workshop eingeladen. Grundsätzlich sind die Workshops für alle Interessierten offen und werden fallweise über die regionale Presse angekündigt. Die Workshops werden Fanclubs und anderen Fan-Organisationen individuell angeboten, können aber auch über die Fanabteilung, die Fanbetreuung oder das Fanprojekt angefordert werden.
Inhalte der Workshops
Durch die Workshops soll die Möglichkeit geschaffen werden, sowohl die eigene
Position als Fan, als auch die Erwartungshaltung gegenüber dem Verein zu definieren.
Der Weg dazu führt über die Beantwortung von Fragen, die teilweise von den Initiatoren vorgegeben, teilweise in der Vorbereitung der Workshops festgelegt oder
auch während des Workshops entwickelt werden. Allgemeine Leitfragen können in
diesem Zusammenhang beispielsweise sein:
- Was verstehen wir unter einem „Traditionsverein“?
- Wie gehen wir mit Fremdenfeindlichkeit um? Können wir nur reagieren, oder
gibt es Wege selbst zu agieren?
- Alkohol, Drogen und Fußball, lediglich eine Geschmacksfrage oder doch mehr?
- Das Derby: „Auf sie mit Gebrüll?“
- Fußball und Politik - können wir das trennen, oder sitzt die Politik immer mit
im Stadion?
- Spieler: „Einer von uns oder immer ein Söldner?“ Wie gehen wir mit unseren
Spielern um, können wir Angebote zur Integration oder sogar Identifikation
machen? Was können und wollen wir anbieten und leisten?
- Wie stehen wir zur Frage der Kommerzialisierung?
- Dortmund: Standort des Teams oder Frage einer geistigen Haltung?
- Supporter und Modefans, Kutte und Ultra; passt das zusammen?
- Sexismus? Gibt es den nur in der BILD oder auch bei uns?
- Wie stehen wir zu Vereinen aus der Retorte?
- Engagement im Verein? Kann man sich eigentlich in einem Bundesligaverein
als Fan engagieren?
- Die Südtribüne singt, der Rest des Stadions schaut interessiert zu. Folklore
oder Impulsgeber für alle?
Ergebnisse der Workshops
Die Diskussionen, mögliche Ergebnisse oder auch strittige Fragen werden von den
Mitgliedern des IFG schriftlich zusammengefasst. In einer zweiten Runde, deren Form nicht unbedingt wieder Workshops sein müssen, werden diese Ergebnisse allen Beteiligten und einer interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Offener Charakter der Aktion
Die gesamte Aktion ist als offener Prozess konzipiert. Das bedeutet, dass die
Ergebnisse und mögliche Schlussfolgerungen keinem von außen bereits zuvor definierten Ziel folgen.
Wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses ist zum einen die Verbesserung der Wahrnehmung eigener Wünsche, Ziele und Befindlichkeiten sowie der Möglichkeiten,
diese umsetzen zu können. Zum anderen gehört zu diesem offenen Prozess entscheidend, die Kommunikationsfähigkeit untereinander zu erweitern.
April 2009 / Institut für Fußball und Gesellschaft
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